Goldner Schnitt

Schon bei der Aufnahme versuche ich auf eine gute Bildaufteilung zu achten. Bei meiner Fujikamera kann ich die Drittelregel leicht nutzen. Der optische Sucher und EVF haben ein entsprechendes Raster mit 9 Feldern.

Mattscheibe der D610

Da ich gerne mit dem optischen Sucher arbeite, fällt das Aufteilen nach der Drittelregel bei der D610 schon schwerer. Und ich habe den Ehrgeiz, das Bild in der Kamera zu komponieren und nicht durch Beschneiden in Lightroom. In guten alten, analogen Tagen habe ich auch bei meinen Vergrößerungen deshalb ein Stück des Filmrahmens mit ausbelichtet.

Um mein Auge zu schulen, wähle ich ab und an in Lightroom dann doch das Beschneidewerkzeug. Aber nur um anhand des Overlays zu kontrollieren, ob mein Bild auch wirklich dem Goldenen Schnitt entspricht.

Freistellungsüberlagerung „Goldene Spirale“

Und es freut mich, wenn ich dann, wie bei diesem Bild die einzelnen Freistellungsüberlagerungen durchklicke und sehe, dass der Goldene Schnitt, die Goldene Spirale oder die Dreiecke passen.

Goldener Schnitt

Ein Sonnenaufgang

Heute Morgen parkte ich, ging dann erst an das Rheinufer und dann auf das Dach im 19. Stockwerk unseres Betriebsgebäudes. Bevor ich mich in den Stress des neuen Arbeitstages stürzt, genoss ich den frühen Morgen mit Nebel, dünnem Eis und Stille hoch über dem Rhein.

Heute Abend, nachdem ich die Bilder von heute in Lightroom importiert und das Bild bearbeitet hatte, suchte ich nach Lyrik mit Sonnenaufgängen.

Google brachte mich dann zu Stefan George. Auch ein Rheinhesse, wie ich. Das Gedicht fand ich passend zu der Stimmung des Morgens und des Bildes. Und die Tatsache, dass ich bei der Recherche auf einen Rheinhessen stieß, faszinierte mich.

Ein Sonnenaufgang

Vor kurzem entzündete sich
Auf dunklem ofen des himmels
Nach kalter winternacht
Die neue sonne.

Nun zeigt sie sich im ersten leuchten
Sie schimmert still.
Mit den wolken die sie umflattern
Die ihren glanz widerspiegeln

Erhellet sie spärlich
Die morgendämmerung.
Schnell verstärkt sie sich
Und die farbigen vorhänge

Die ihr zu nah kommen
Erfasst und sengt sie.
Darauf erfüllt sich
Die ganze luft mit grauem

Undurchdringlichem rauch.
Es wächst und wächst wärme und licht
Bis endlich alles – wolken und nebel
In unendlicher feuersbrunst

Lohend verschlungen werden
Und ohne fremde nahrung
Durch eigene kraft allein
Die flammende scheibe strahlt.

Stefan George (1868 – 1934)

Das Fenster zum Innenhof

Als ich das Apartment in Prag betrat, fielen mir sofort die Fenster zum Innenhof ins Auge. Der kleine Flur, die Küche und das Wohn- und Schlafzimmer hatten sehr hohe Fenster zum Innenhof.

Und mich als Dorfkind faszinieren solche Blicke immer. Ein Fenster zum Hof auf dem Dorf ist etwas Privates. Kein Nachbar kann da hereinschauen. Nur die Fenster zur Straße hin bieten einen Blick für Fremde oder auf Fremde. Solch ein Blick muss dann auch mit auf Bilder von mir. Denn für mich hat er auch etwas Verstörendes. Ein Fremder kann auch in mein „Reich“ schauen. Ein Kontrast mit dem ich dann bei einem Akt auch gerne spiele.

Hier hab ich die unbearbeitete Variante und das fertige Bild gegenüber gestellt. Der Vorhand und die blassen, trüben Farben in der Dämmerung ergaben für mich ein stimmiges Bild. Bewusst habe ich knapp belichtet. Und diesen Look wollte ich auch in der Bearbeitung behalten und verstärken. Nach der Beautyretusche habe ich das Bild leicht entsättigt und das gesamte Bild warm getönt. Die gedämpften Farben empfinde ich als intimer und so zu dem Bild passend.

Auf nach Prag

Schon einige Wochen hatte ich mit Pevlína, einem sehr netten Model aus Prag Kontakt über model-kartei.de. Sie reiste in den letzten Wochen des Jahres öfters durch Oberfranken und wir starteten einige Versuche ein Shooting zu vereinbaren. Doch entweder hatte ich im Büro viel zu tun oder die Loacation in der wir fotografieren wollten, stand nicht zur Verfügung.

Und als ich dann meinen Jahresurlaub über Weihnachten hatte, fand ich die Idee nach Prag zu fahren reizvoll. Die Stadt und Ihre Kultur zu erkunden und das mit einem Shooting zu verbinden erschienen mir als eine gute Idee.

Und Prag hat einiges zu bieten. Aktuell findet in Prag auch die Ausstellung zum tschechischen Pressefoto des Jahres statt. Und diese war für mich ein Erlebnis. Wie Bamberg, ist auch Prag eine Stadt des Bieres und der Touristenströme. Gutes Bier hatte ich einiges, den Touristen ging ich weitestgehend aus dem Weg.

Über airbnb fand ich auch ein kleines Apartment unweit des Stadtzentrums. Ideal gelegen um alles Wichtige zu Fuß zu erreichen. Und abseits von den Touristenfallen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine tolle Metzgerei – The Real Meat Society. Auch schon eine Fotolocation. Und um die Ecke ist gleich das Tančící dům, das tanzende Haus. Wieder so eins der zahlreichen Fotomotive.

Und dann war da noch das mir Pavlína vereinbarte Shooting. Die Zusammenarbeit mit ihr machte richtig Spaß.

2 Tage Prag waren ein tolles Erlebnis, dass ich bestimmt wiederholen werde und dann auch mit mehr an touristischen Hotspots. Die Burg kam diesmal definitiv zu kurz.

Mehr aus Prag – Das Fenster zum Innenhof

Ein bisschen Beauty-Retusche

Meistens bin ich nur in Lightroom unterwegs. Die Raw-Entwicklung und und grundlegende Retusche mache ich meistens dort. Oft fehlt auch die Zeit zum Bearbeiten in Photoshop.

Doch es lohnt sich die Beauty-Retusche in Photoshop zu machen. Ohne Filter, aber mit dem Reparaturpinsel, Verflüssigen, ein bisschen Frequenztrennung, Abpudern und Dodge and Burn.

Die Grundlegende RAW-Entwicklung habe ich auch hier in Lightroom gemacht, bevor es in Photoshop weiter ging.

Der Vorher-/Nachher-Vergleich zeigt was dann noch in Photoshop gemacht wurde. Insbesondere beim Gesicht bietet Photoshop mehr Möglichkeiten.

Nostalgie

2007 waren wir eine Woche im Baumkronenhotel in Kopfing. Heute habe ich in Lightroom die Bilder, aufgenommen mit der Nikon D100, in das aktuelle Profil gewandelt und neu exportiert.

Schon 2007 habe ich mit Lightroom gearbeitet. Da die Bilde immer noch in meinem Hauptkatalog sind, fällt mir auf, welche Möglichkeiten Lightroom im Vergleich zu damals bietet. Da lohnt es sich auch andere Bilder von damals neu zu bearbeiten.

Die Donau am Kraftwerk Jochenstein
Der Christopherus-Brunnen in Schärding