Ein besonderes Jahr mit besonderen Momenten und Bildern

2020 ist für uns alle ein besonderes Jahr. Mein geplanter Urlaub in Thailand fiel ins Wasser. Geplante Shootings ebenso. Zeitweise war ich in Hotels der einzige Gast. Wenn ich beruflich nach Bamberg musste, arbeitete ich in der Nacht, damit ich kein Kontakt zu Kollegen hatte. Da auch keine Gaststätten offen hatte, gab es dann nur Essen zum Mitnehmen.

Mit ein paar Monaten Verzögerung konnte ich dann Ende Juni, als das Reisen in der EU wieder einigermaßen normal möglich war, mit Pavlína das geplante Shooting in Bamberg machen. Und so früh mussten wir dann auch nicht aus, denn zu der Zeit gab es immer noch wenige Touristen.

Morgenandacht

Fotobücher, die ich schon lange im Antiquariat gesucht hatte, gab es plötzlich. Offensichtlich hatten nicht wenige Leute Zeit daheim das Bücherregal zu durchforsten. Aber auch einige Schätzchen entdeckte ich in meinem Lieblingsantiquariat. So entdeckte ich ein Fotobuch mit dem Titel „Zeit der Masken.“ Treffender hätte es nicht sein können. In dem Buch von Pearl Mar und Rainer Lohmann aus dem Jahr 1988 zeigen die Aufnahmen aus dem Karneval in Venedig kombiniert mit Texten aus dem 14. bis 20. Jahrhundert – sehens- und lesenswert.

Und dann waren in dem Sommer noch die schönen Momente. Wenn schon kein Urlaub, dann kleine Fluchten. Über das Wochenende in die Niederlande. Oder nach Feierabend einfach mal in die fränkische Schweiz.

Klettern ist ja nicht mein Ding, da könnte man herunterfallen. Und eigentlich ist ein Picknick auf einem Felsen auch nicht meins. Aber die schöne Aussicht vom Eulenfelsen ließen mich jede Höhenangst vergessen. Und dann wurde aus dem Picknick noch ein herrlich entspanntes Shooting in der Goldenen Stunde.

Der besondere Sommer ist nun, zumindest meteorologisch zu Ende. Der kommende Herbst verspricht auch nicht normal zu werden. Ich hoffe, dass ich wieder mehr Zeit zum Fotografieren haben werde und der Herbst mir auch besondere Bilder bringt.

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Nichts ist zurzeit normal

Seit Wochen beherrscht uns Covid-19. Social Distancing und Lockdown sind Schlagworte die uns begleiten. Urlaubsflüge und auch die meisten Geschäftsreisen finden nicht statt. So ist es bei uns am Himmel derzeit eher ruhig.

Als ich am Donnerstag mit einem Kollegen darüber sprach, was wir Ostern so vorhaben, erwähnte er seine Planung für eine Radtour zu den derzeit geparkten Maschinen am Frankfurter Flughafen.

Ich habe dann gestern erst recherchiert und mir in Googlemaps die Landebahn Nordwest angesehen. Da war mir schnell klar, wenn dann muss ich da zum Sonnenaufgang hin. Und so machte ich mich heute Morgen in aller Frühe auf den Weg zu einem herrlichen Erlebnis.

Auswirkungen im Flugverkehr
Die Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen dient derzeit als Parkplatz für die Lufthansamaschinen am Boden.

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Ein Sonnenaufgang

Heute Morgen parkte ich, ging dann erst an das Rheinufer und dann auf das Dach im 19. Stockwerk unseres Betriebsgebäudes. Bevor ich mich in den Stress des neuen Arbeitstages stürzt, genoss ich den frühen Morgen mit Nebel, dünnem Eis und Stille hoch über dem Rhein.

Heute Abend, nachdem ich die Bilder von heute in Lightroom importiert und das Bild bearbeitet hatte, suchte ich nach Lyrik mit Sonnenaufgängen.

Google brachte mich dann zu Stefan George. Auch ein Rheinhesse, wie ich. Das Gedicht fand ich passend zu der Stimmung des Morgens und des Bildes. Und die Tatsache, dass ich bei der Recherche auf einen Rheinhessen stieß, faszinierte mich.

Ein Sonnenaufgang

Vor kurzem entzündete sich
Auf dunklem ofen des himmels
Nach kalter winternacht
Die neue sonne.

Nun zeigt sie sich im ersten leuchten
Sie schimmert still.
Mit den wolken die sie umflattern
Die ihren glanz widerspiegeln

Erhellet sie spärlich
Die morgendämmerung.
Schnell verstärkt sie sich
Und die farbigen vorhänge

Die ihr zu nah kommen
Erfasst und sengt sie.
Darauf erfüllt sich
Die ganze luft mit grauem

Undurchdringlichem rauch.
Es wächst und wächst wärme und licht
Bis endlich alles – wolken und nebel
In unendlicher feuersbrunst

Lohend verschlungen werden
Und ohne fremde nahrung
Durch eigene kraft allein
Die flammende scheibe strahlt.

Stefan George (1868 – 1934)

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