Jetzt läuft es wieder rund

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Zumindest mein Webserver läuft endlich wieder rund. Ein Update meiner Cloudsoftware hat dazugeführt, dass Ubuntu nicht mehr so wollte wie es sollte. Die eigene Cloud konnte ich nicht nutzen, da es nicht mehr zurück zur alten Version ging und Sicherheitsupdates ließen sich auch nicht mehr einspielen.

Nach Suchen in Foren und ergebnislosen Versuchen kam dann der Entschluss, ich setze den Server neu auf und spiele dann die Daten neu auf. Und dann kam genau der Moment, warum ich ja sage von zu Hause kann ich gar nicht arbeiten. Die Datenbank auf meinem Server ist 29 GB groß. Ja die täglichen Sicherungen sind schnell bei mir. Ich habe ja 16 MBit/s, auch wenn die Telekom Neukunden hier 100 MBit anbietet und Verifox mich zu einem neuen Vertrag mit 50 ködern will. Hier an meiner Adresse ist mit 16 MBit Schluss. Theoretisch, faktisch sind es oft nur 10. Was ja nicht an der Telekom liegt, sondern an den Servern von denen ich runterlade.

Aufgesetzt war der Server schnell. Die Platte mit den Daten lag bereit… aber jetzt kam es, mein Server steht physikalisch in einem Rechenzentrum in Ostfrankreich. Da kann man zurzeit nicht schnell mal die Daten hinfahren. Also 3 Tage Datentransfer und in den Ohren die tollen Marketingsprüche der Telekom. Ja ich kann auch LTE nehmen, dass ist schneller. Und bei 30 GB brauch ich auch nur 6 x 5 GB zubuchen zu 9,99€.

Es soll ja Menschen geben, die Car-Office statt Home-Office machen. Die setzten sich ins Auto, wenn Sie schnell eine große Datei versenden müssen, um zu einem Ort zu fahren, der besseren Empfang bietet.

Aber jetzt läuft mein Server ja wieder rund. Und ich kann mich wieder runden – 360°-Aufnahmen widmen.

Chance – Virtueller Rundgang

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Eberhard Schuy, dem ich nicht nur wegen seiner genialen Produktfotografien in den sozialen Medien folge, hat am 28. März dieses Jahres in Facebook und auf seiner Homepage einen interessanten Text veröffentlicht.

In jeder Krise liegt auch eine Chance, auch für Fotografen. Von der Chance der seltenen Motive (eine ganze Landebahn voller geparkter Flugzeuge) bis zur Chance für neue Geschäftsfelder.

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Carrè des fluers - Der Blumenladen meiner Schwerster


Diese Woche telefonierte ich mit meinem Freund und Werbefotograf Horst Bless. Ihm bereitet die Zukunft auch gewisse sorgen, denn einer seiner Kunden ist ein Maschinenbauer, der Autowerkstätten beliefert. Die Aussichten sind hier eher gedämpft.

Auch der Reiseindustrie stehen keine rosigen Zeiten bevor. Doch, und so waren wir uns einig, auch in der Krise wollen die Leute entspannen. Nicht in Italien, Spanien, der Karibik oder Thailand werden wir wohl den nächsten Urlaub verbringen. Und die lokalen Anbieter werden verstärkt um neue Kunden werben. Ein Standbein bei der Produktfotografie für meinen Freund sind Weinflaschen für Winzer aus allen Anbaugebieten Deutschlands. Und einige seiner Kunden haben auch Ferienwohnungen auf dem Hof.

Wenn ich mich an ein 360°-Panorama mache, dann mit der DSLR, dem Panokopf und viel Zeit. Unter 29 Aufnahmen geht da nichts. Aber wäre das eine Chance für einen Werbefotografen, in Zeiten in denen ein Foto einer Weinflasche standardisiert zum Tiefstpreis im Internet angeboten wird?

Die Zeit, die ich für ein Panorama verbringe, ist mein Ausgleich zum Stress im Beruf. Für einen Berufsfotografen ist sie etwas, was er dem Kunden in Rechnung stellen muss. Und dann stellt sich die Frage, ist dieser bereit einen hohen Preis zu zahlen.

Mit einem Fisheye komme ich auf 4 Aufnahmen, also weniger Zeit bei der Aufnahme, schneller gestitcht und deshalb weniger Kosten. Und auch weniger Daten und somit Qualität. Die Frage für mich war, bekomme ich das effektiv und günstig hin, in einer Qualität, die für die meisten reicht. Diese Frage wollte ich mir selbst beantworten und habe für meine Schwester einen kleinen virtuellen Rundgang erstellt, der über StreetView mit ihrem Geschäftseintrag bei Google verknüpft ist.

Zum Stitchen bedarf es mehr als Lightroom/Photoshop. Ich setzte PTGui Pro ein. Und bei meinem kleinen Testprojekt hat mir der Kundendienst sehr geholfen. Um einem Kunden ein Panorama für Werbezwecke anzubieten, sollte dies keine Stitchingfehler enthalten. Das wird mit Lightroom oder Photoshop schon schwer. Den neben der Zeit bei der Aufnahme fällt auch die Zeit zur Bearbeitung an. Und hier braucht es auch vernünftiges Werkzeug. Zur Retusche finde ich den Weg über pano2VR zu Photoshop und dann zurück in pano2VR genial. Das verkürzt die Bearbeitungszeit erheblich. Bedeutet aber für den Fotografen wieder die Investition in Software.

Es ist nicht damit getan, eine 360°-Kamera zu kaufen, die automatisch die Bilder stitcht. Denn, auch wenn die Leistungen erstaunlich sind, es bedarf des Handwerks und gute Bilder zu bekommen. Und wie in der Beautyfotografie braucht es auch Retusche. Der kleine Pickel fällt uns Männern bei Frauen nicht auf, wenn sie an uns vorübergehen. Selbst wenn sie uns gegenübersitzen fällt er nicht so ins Auge, wie wenn wir Zeit haben, das Bild der Frau lange zu betrachten, ohne dass sie sich bewegt. Und so ist es auch bei Panoramen für virtuelle Rundgänge. Der Betrachter kann verweilen, zoomen und die Ansicht nach Belieben drehen. Und schon sticht ihm etwas ins Auge, dass er im Vorübergehen nie gesehen hätte.

Mein Fazit nach dem Test. In annehmbarer Zeit hatte ich 3 Aufnahmen aus dem Blumenladen meiner Schwester. Und der Workflow, den ich mir nun erarbeitet habe, eignet sich auch für ein schnelles, effektives und somit bezahlbares Arbeiten.