Gerhard Rauth

Angefangen hat es mit einer Agfa Box. Als kleiner Knirps wollte ich unbedingt auch einen Fotoapparat. So gab mir meine Mutter irgendwann ihre alte Agfa Box. Ich liebte das Teil und besonders angetan hat es mir das Filmformat. Es war etwas Außergewöhnliches, hatten alle anderen Kameras, die ich kannte, doch Kleinbildfilme. Oder so etwas Schreckliches, wie Pocketfilmkassetten. Die Box hatte 120er Rollfilm.

Als ich größer wurde, bekam ich eine einfache Agfa, jetzt »nur« mit Kleinbildfilm. Aber bei jedem Ausflug war die Kamera dabei. Sollte sie zumindest; lebhaft kann ich mich daran erinnern, wie uns auf dem Weg zur Bundesgartenschau in Mannheim ein Schaffner hinterher rannte. Ich hatte die Kamera im Zug liegen lassen.

Dann kam die Foto-AG in der Schule. Jetzt musste meine erste Spiegelreflexkamera her. Farbfilme wurden unwichtig, da im Schullabor die Schwarzweißfilme selbst entwickelt wurden.

Später, als ich beruflich ins Ausland ging, fotografierte ich Diamaterial, vorzugsweise Kodachrome 64.

Schon früh begann ich digital zu fotografieren. In den 2000ern richtete ich mir wieder eine Dunkelkammer ein. Gebrauchte Vergrößerer und Laborgeräte gab es zum Spottpreis. Und auch Mittelformatkameras mit 120er Rollfilm.

Fotografie ist immer noch meine Leidenschaft.