Sag mal …

Nach meinen Thailandurlaub und den ersten Bildern im Herbst mit meiner Drohne haben Freunde und Bekannte Fragen rund um das Thema an mich gerichtet. Klar habe ich diese in Gesprächen und Mails beantwortet. Und ich finde, die Fragen sind einen Blogbeitrag wert.

Wie hast du dich über die rechtliche Situation in Thailand in Bezug auf Drohnen informiert?

Erst einmal hab ich das Internet zum Thema befragt. Klar finden sich dort die unterschiedlichsten Informationen, die auch entsprechend unterschiedlich zu bewerten sind. Eine Blogseite, die ich wegen der Reiseberichte besuche, my-road.de, bietet detaillierte Informationen zu dem Thema. Hier gibt es eine Übersicht über derzeit 116 Länder und die geltenden Bestimmungen. In den Kommentaren wir hier natürlich eifrig diskutiert. Und dies auch im Hinblick auf die 2017 in Thailand geänderte Gesetzeslage. Deshalb habe ich die Tourism Authority of Thailand in Frankfurt kontaktiert.

Nachdem ich eigentlich beschlossen hatte die Drohne nicht mit zunehmen, da in Thailand offiziell alle Drohnen registriert sein müssen und der Prozess der Registrierung lange dauert, war ich nach dem Telefonat mit der TAT wieder beruhigt. Ich erhielt die Auskunft, dass der Prozess der Registrierung in Thailand nur schleppend vorangeht und deshalb bei Touristen das Fliegen und die Aufnahmen von touristischen Attraktionen geduldet ist. Auf die 9 km große Flugverbotszone um den Flughafen Phuket wurde ich explizit hingewiesen. Ebenso darauf, dass das Überfliegen von Polizeistationen und Militärbasen verboten ist.

Während meines Aufenthaltes fand in Bangkok die Einäscherung des Königs statt. In dieser Zeit herrschten in Bangkok besondere Flugverbotszonen. Bei jedem Start der Dji-App erhielt ich hier auch die entsprechenden Hinweise.

Wie bist du überhaupt darauf gekommen deine Drohne mitzunehmen?

Klar, die Drohne nimmt Platz im Koffer weg und wiegt ja auch ein bisschen. Wobei die Drohne bei mir im Handgepäck reiste. Und das ist bei mir schon schwer, da ein Großteil meiner sonstigen Ausrüstung im Handgepäck reisen muss. Laptop, Kameragehäuse und die Akkus dürfen nicht im Koffer reisen. Und schnell sind da die Grenzen des Gewichtes beim Handgepäck erreicht. Aber ein Video auf 22places.de hatte die Begeisterung die Drohne mitzunehmen ausgelöst. Auf der Seite über Koh Kho Khao zeigen die beiden Reiseblogger Jenny und Sebastian ihr Drohnenvideo. Danach gab es für mich kein Halten mehr.

Wo hast du deine Drohne versichert?

Die Versicherung der Drohne kann eine kostspielige Sache werden. Es gibt spezielle Versicherungen für die Drohne. Teilweise wird das private Fliegen aber auch von der Haftpflichtversicherung abgedeckt. In Deutschland gilt seit dem 01.10.2017 eine Versicherungspflicht, für Thailand ebenso. Mir war es nun wichtig, dass ich möglichst in vielen Ländern Versicherungsschutz genieße. Da ich im Ausland rein privat fliege, habe ich mich für eine Absicherung über haftpflichthelden.de entschieden. Wenn Ihr Euch dort versichern wollt, könnt Ihr folgenden Code verwenden und 6 € sparen: 1L696 . Und ja, ich mache hier Werbung und wenn Ihr den Code verwendet, bekomme ich auch einen Rabatt. Aber ich finde das Preis-Leistung-Verhältnis ok.

Weitere Infos zur Drohnenversicherung findet Ihr auch wieder bei my-road.de.

Wie bereitest du deine Flüge vor?

Seit dem 01.10.2017 gilt ja die Drohnenverordnung in Deutschland. Hier hat sich einiges geändert, insbesondere, was Flugverbotszonen angeht. In manchen Foren liest man, dass nun das Fliegen mit der Drohne faktisch überall verboten sei. Um mich über die Flugverbotszonen zu informieren, nutze ich in Deutschland als erstes die Seite https://map2fly.flynex.de. Hier sind alle Flugverbotszonen eingetragen, die es zu beachten gibt und das sind ja nun eine ganze Reihe. Hier in Rheinhessen gelten die Flugverbotszonen um Windkraftanlagen, am Rhein, der eine Bundeswasserstraße ist eine Zone von 150 m zu beiden Seiten. Ein kurzer Check vor dem Flug auf der Karte erspart Ärger und Streß.

Screenshot von Map2fly

Ich nutze hier die Satellitenansicht, da diese mir mehr Aufschluss über die Landschaft bietet. Zur Planung nutze ich auch Google Maps in der Satellitenansicht und mit der Geländedarstellung. Auf diese Weise habe ich in Thailand z.B. anhand der Satellitenaufnahmen die kleine Ananasplantage in Mitten der Kautschukplantagen entdeckt.

Da das Fliegen und Fotografieren Wetterabhängig ist, nutze ich zur Planung auch Wetterkarten, die über die üblichen Vorhersagen hinausgehen. Aber um Aufnahmen z.B. bei Morgennebel zu machen reichen die üblichen Vorhersagen nicht.

Ausserdem nutze ich auf meinem Smartphone Tools zur Landschaftsfotografie, wie Golden Hour zur Bestimmung der Sonnenstände (z.B. wo geht die Sonne auf, bzw. unter) und PlanIt zur Bestimmung des Aufnahmewinkels.

Screenshot Golden Hour
Nach welchen Kriterien hast du dich für deine Drohne entschieden?

Wichtig war mir zunächst, dass die Drohne leicht zu transportieren ist. Zu klein sollte sie aber auch nicht sein. Deshalb schieden Modelle wie die Dji Spark oder die Yuneec Breeze für mich aus. Schon als sie auf den Markt kam begeisterte mich die Dji mavic pro. Zusammengeklappt lässt sie sich locker im Rucksack verstauen. Mit dem Aufnahmeformat DNG passt sie wunderbar in meinen Workflow über LightRoom. Ein weiterer entscheidender Vorteil aus meiner Sicht ist, dass sich die Kamera in das Hochformat schwenken lässt.

 

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