Grauverlaufsfilter

Vor meiner Reise habe ich mich noch einmal mit dem Thema Grauverlaufsfilter beschäftigt. Bei Fototv gibt es hierzu auch einen guten Beitrag über verschiedene System und einige über ihre Anwendung. Die »Notlösung« mit Verlaufsfiltern in LightRoom gefällt mir nicht ganz. Vieles geht in PhotoShop und LigthRoom, aber was ich schon bei der Aufnahme machen kann, brauche ich nicht mehr in der EBV zu erledigen.

Ich entschloß mich dann für das Filtersystem von Rollei. Der Preisvorteil bei den Heida-Filtern erschien mir nicht so groß. Die Bestellung direkt bei Rollei und der schnelle Versand sagten mir auch zu. Sehr schnell war das Filterset bei mir im Büro. Doch leider musste ich abends feststellen, dass die Adapterringe etwas locker saßen. Und dann erlebte ich einen Kundensupport, in einer Qualität wie sie wünschenswert ist und die man heute bei vielen Onlineversendern vermißt.

Ich hatte ein sehr nettes Telefonat mit dem Produktmanager, dieser lies sich einen Filterhalter zu sich aus dem Auslieferungslager kommen. Er wollte sicherstellen, dass der gesendete Ersatz auch 100% in Ordnung ist. Der Austausch erfolgte schnell und problemlos. Man gab sich alle Mühe, dass ich mit einem einwandfreien System losfliegen konnte.

Bereits gestern habe ich das System in Thailand genutzt, allerdings keine Vergleichsaufnahmen gemacht. Aber heute und um der Mittagshitze und -sonne zu entfliehen vom Balkon. Die erste Aufnahme entstand mit dem Polfilter um die Reflexion des Wassers auf das von mit gewünschte Maß zu reduzieren. Bei der zweiten Aufnahme kam der Grauverlaufsfilter und der ND64 zum Einsatz. In Lightroom habe ich bei beiden Bildern die Farbtemperatur angeglichen und die Gradationskurve angepasst. Für beide Bilder wurden also die identischen Entwicklungseinstellungen verwendet.

Urlaub

Gestern Abend bin ich abgereist, habe mich auf die Reise begeben und schon von der Reise habe ich einige Bilder in meinem Instagram-Profil geteilt. Als ich dann nach Bang Sak fuhr, war es draussen schon leider dunkel.

Aber das schreck mich ja nicht wirklich. Hier also schon einmal zwei Bilder.

Jetzt genieße ich erst einmal die warme Tropennacht.

Morgen wird erst einmal ausgiebig der Pool getestet und Bilder am Strand gemacht.

Goldenes Rheinhessen – vorher/nachher

Nicht auf jede Kamera kann man einen Grauverlaufsfilter aufschrauben. Bei der Handykamera und hier bei der Drohne geht das nicht. Bei den hier herrschenden Lichtverhältnissen muss also in Lightroom der Verlaufsfilter ran.

Die Standardfunktion In LR ist hier ein Verlauf, mit dem man auch leicht einen Grauverlaufsfilter simulieren kann. Aber hier hätte an der DSLR einen umgekehrten Grauverlaufsfilter (reverse GND) eingesetzt. Um diesen Effekt zu erreichen, nutze ich in LR zwei übereinander gelegte Verläufe. Mit den einen dunkle ich den Bereich um die Sonne ab und mit dem andern helle ich nach oben hin den Himmel dann wieder auf. Mein Tipp schaut Euch bei den Herstellern der Filter an, wie ein Reverse GND aussieht.

Schiebe den Regler, um das Bild in der bearbeiteten Version zu sehen.

Nach dem ich die Verlaufsfilter angewendet hatte, passte ich hier die Frabtemperatur an. Durch die Filter für den Himmel erschien nun das ganze Bild dunkler und ich habe die Belichtung angepaßt, damit der Vordergrund meinen Vorstellungen entsprach. Die Lichter reduzierte ich um -50, die Tiefen passte im um +50,  Weiß um +12 und Schwarz um -35 an. Die Klarheit erhöhte ich auf +35.

Als Ausgang für die Gradationskurve nutze ich „starker Kontrast“ und passte die Kurve mir nach meinen Vorstellungen an.

Der letzte Schritt war dann die Teiltonung, deren Werte Du in der Abbildung hier siehst. Der Orange-Blau-Kontrast ist ein Klassiker in der Fabgebung. Hierzu habe ich schon etwas geschrieben.

Die Aufnahme entstand übrigens als RAW im DNG-Format. Schon beim Import habe ich die Objektivkorrektur angewendet.

Herbstshooting

Der Sommer war spannend und ging viel zu schnell vorüber. Beruflich hatte ich mit einen großen Projekt viel zu tun, die kreativen Seiten und die Freizeit kamen ein bisschen zu kurz. Das letzte warme Wochenende, das erste Herbstwochenende nutzte ich noch einmal für ein Outdoorshooting in Waldhambach.

Ziel war eigentlich der Hundsfelsen. Aber in meiner Erinnerung war der näher am Zeltplatz… auch ohne den Felsen fanden sich schöne Locations und es entstanden schöne Bilder. Wieder einmal war das Arbeiten mit Laura furchtbar entspannt und kreativ!

Dies ist ein Herbstag…

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Christian Friedrich Hebbel, 1813-1863